Um einen kleinen Vorgeschmack auf das Studium an der Universität Bayreuth zu geben, haben wir uns einmal an unsere Erfahrungen und ersten Eindrücke an der Uni hier erinnert und diese zusammengeschrieben.

In der ersten Woche ging alles praktisch auf einen Schlag sofort los. Die Ersti-Programme, die vor Studienbeginn angeboten wurden, waren eine super Gelegenheit ersten Kontakt zu Studierenden unseres Studiengangs aufzunehmen. Im Studiengang Jura wurde beispielsweise eine sehr amüsante – und vor allem berauschende – Stadtrally von Studierenden höherer Semester organisiert. Neben den klassischen Rally-Aufgaben und darauf oft folgendem ein oder anderem Kurzen, hat man die typischen Ecken Bayreuths kennen gelernt. Daneben konnte man natürlich auch in der entspannten Atmosphäre die „Großen“ etwas über den Ablauf des Studiums fragen und die neuen Kommilitonen genauer kennen lernen. Weiter ging es mit Einführungsveranstaltungen der Uni wie z.B. den einzelnen Einführungsvorlesungen zu den Studiengängen, einer Begrüßungsrede des Präsidenten und dem Mensa-Abend. Bei diesem wurde man nach dem ein oder anderem Bier von den verschiedensten Gruppen an der Universität über sie und die vielen Beschäftigungsmöglichkeiten an der Uni neben dem Studium informiert. Den ein oder anderen führte dies auch in politische Hochschulgruppen, wie z.B. die Liberale Hoschulgruppe (LHG). Weitere Erlebnisse waren noch die Kneipentouren der Fachschaften, die einen durch die ortsüblichen Etablissements der Stadt führten. Kleiner Tipp: Wenn man Freunde in anderen Fakultäten hat, kann man sich auch mal versuchen da anzuschließen ;).

Außerdem war noch gut, dass jeder Ersti einen Buddy an die Hand bekommen hat, der einem bei sämtlichen Fragen mit Rat und Tat zur Seite stand. Da bei den Jurastudenten die Anmeldung für die heißbegehrten Sprachkurse und Einstufungstests unserer Meinung nach etwas undurchsichtig waren, konnten einem die Mentoren dabei sehr weiterhelfen.

Schwierig war es vor allem am Anfang alle Räumlichkeiten auf Anhieb zu finden, in denen die Übungen und Vorlesungen stattfanden. Hierfür ist der Studentenausweis eine große Hilfe, welcher auf der Rückseite den Campus abbildet und so das Finden der Fakultäten erleichtert. Man sollte vielleicht möglichst einmal den Campus ablaufen, um sich zumindest mit den Gebäuden vertraut zu machen.

Auch bietet der Hochschulsport eine sehr gute Möglichkeit neue Leute zu treffen und zugleich einen Ausgleich zum Studienalltag zu finden. In der ersten Woche des Semesters wird dazu eine „Schnupperwoche“ angeboten, in welcher man die verschiedenen Kurse kostenlos testen kann. Für die meisten Kurse braucht man sich nicht einmal anmelden, sodass ein Wechsel kein großes Problem darstellt.

Raten können wir nur sich die Unterlagen, die man bei erfolgreicher Immatrikulation zugeschickt bekommt, genau durchzulesen. Man könnte sonst leider den Fehler machen und das Ganze eher überfliegen und dabei überlesen, dass man den Studentenausweis erst an den Automaten an der Uni validieren muss, bevor man die Busse mit diesem benutzen kann. Wenn man dann auf einen der „spezielleren“ Busfahrer Bayreuths trifft, kann das zu einer hitzigen Diskussion führen, die bis zu 60 Euro kostet. Also, erst Studentenausweis validieren, dann Bus fahren.

Zudem sollte man sich trauen am Anfang Fragen an die älteren Studenten zu stellen wenn man die Möglichkeit hat. Man könnte sonst Gefahr laufen, auch noch im 2. Semester wie „der Ersti“ zu wirken der nicht wirklich weiß was er machen soll.

Jedoch holt einen auch als „Ersti“ irgendwann der Uni-Alltag ein: Vorlesungen, Übungen, mal noch kurz in die „Bib“ (Bibliothek) gehen und abends noch was mit Kommilitonen machen.

Insgesamt kann man den doch etwas chaotischen Anfang an der Uni auch genießen, denn die ersten Klausuren kommen schneller als man denkt. Und die Uni Bayreuth sorgt mit ihrer sehr familiären Atmosphäre dafür, dass man sich hier sehr wohl fühlen kann.